Schülerparlament

Das Schülerparlament gewährleistet das Mitspracherecht und die Mitverantwortung der Schülerschaft in der Schule…Es ist ein Gremium, welches über die Schule hinaus die Lebensumwelt mitgestaltet und Mitverantwortung für eine positive Entwicklung trägt. Beteiligte in einem Schülerparlament erfahren, was es heißt, selbstbestimmt zu handeln, lernen ihre eigenen Interessen zu artikulieren, werden in ihrer Kritik- und Kommunikationsfähigkeit geschult und entwickeln Zivilcourage sowie die Bereitschaft, Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Das Schülerparlament setzt sich dabei aus Delegierten einer jeden Klasse zusammen und tagt zu einem regelmäßigen, festgesetzten Zeitpunkt. Ähnliche Verantwortlichkeiten wie im Klassenrat werden auch im Schülerparlament gewählt und tragen Sorge für die Durchführung der Sitzung (vgl. degede.de) Auf diesem Wege gelingt eine inhaltliche und organisatorische Partizipation der SuS.

Ein Schülerparlament kann als demokratisches Mitbestimmungsgremium über bestimmte Abläufe und Regeln mitentscheiden und stellt die Möglichkeit der verantwortlichen Beteiligung der Schüler am Schulleben bei gewissen Anlässen, u. a. Wahrnehmung schulischer Interessen, Mitwirkung bei Ordnungs- und Gemeinschaftsaufgaben und bei der Lösung von Konfliktfällen dar. Hierzu gehört es herauszufinden, was die SuS beschäftigt und was ihre gemeinschaftlichen Interessen sind.

Die SuS haben die Möglichkeit, ihre Meinungen zu vertreten und dabei mitzubestimmen, wie das Schulleben gemeinsam gestaltet werden kann, damit alle sich wohlfühlen in der Schule, in der das friedliche Miteinander an erster Stelle steht. Vorschläge zur Veränderung von Schulregeln oder von Schulangelegenheiten werden in Form von Anträgen der Parlamentarier in das Parlament eingebracht. Das Schülerparlament kann auf der Grundlage mehrheitlicher Abstimmungsergebnisse Vorschläge machen und mit diesen Vorschlägen an die Lehrerkonferenz und Schulkonferenz herantreten.

Ein klar strukturierter Ablauf der Sitzungen, gemeinsam festgelegte Gesprächs- und Verhaltensregeln, festgelegte Termine, Ämterverteilungen und vereinbarte Aufgaben sorgen dafür, dass eine Schülerparlamentssitzung von den SuS eigenständig gestaltet werden kann. Innerhalb der Sitzungen wird ein Protokoll angefertigt. Aufgabe der gewählten Vertreter ist es, die Inhalte der Sitzungen an die eigene Klasse weiterzugeben. Ebenso werden Anregungen, Ideen und Wünsche, die aus der Klasse an die gewählten Vertreter herangetragen werden, in den Sitzungen von diesen zur Diskussion eingebracht. Anliegen des Schülerparlaments können zudem an die Lehrerkonferenz und Schulkonferenz herangetragen werden.

Aufgaben der gewählten Vertreter im Schülerparlament:

  • Sie wählen einen Schulsprecher sowie dessen Vertreter.

  • Sie stellen die Interessen ihrer Klasse vor und sprechen Probleme an.

  • Sie berichten in ihren Klassen als Parlamentarier über die Schüler-parlamentssitzungen.

  • Sie bringen einige Ideen und Wünsche zur Verbesserung des Schullebens ein.

  • Sie reden bei wichtigen Themen mit (Gestaltung des Schulhofes, Gestaltung des Schulgebäudes, Organisation von Festen u.ä.)

  • Sie diskutieren und formulieren Regeln des Zusammenlebens.

  • Sie entscheiden über ausgewählte Themen nach mehrheitlicher Abstimmung.

  • Sie evaluieren gefasste Entscheidungen und machen Verbesserungsvorschläge.

Gemeinsam wird im Schülerparlament beraten, welche Angelegenheiten die SuS selbst in die Hand nehmen können und wofür sie die Unterstützung der Erwachsenen brauchen.

Themen für die Schulkonferenz könnten hierbei folgende sein:

  • Schulhofgestaltung

  • Anschaffung neuer Spielgeräte

  • Regeln für die Spielausleihe und Fußball spielen in den Pausen

  • die Toilettenbenutzung

  • Neugestaltung der Schulregeln

  • Gestaltung des Schulgebäudes

  • Mitwirkung bei Schulfesten usw.

Im Rahmen des Schülerparlaments können die SuS somit

  • „neue Ideen einbringen und umsetzen

  • Probleme des Schulalltags diskutieren

  • Lösungen suchen, um belastende Situationen zu verbessern

  • Verantwortung übernehmen

  • konstruktiv kritisieren“